Mit Fatburnern zum Erfolg?

Fatburner (z.B. auf Fatburnerliste.com) schienen zunächst als die einfachste Methode, schnell an Gewicht zu verlieren. Gerade für Berufstätige eine ideale Lösung, denn man muss sich nicht auf komplizierte Essenspläne und Tabellen verlassen. Man nimmt ein bis zweimal pro Tag eine Pille und gut ist. Das war zumindest meine Idee. Abgesehen davon, dass diese Fatburner ziemlich teuer sind, habe ich nur die Erfahrung gemacht, dass sie zwar tatsächlich helfen, ein wenig Fett zu verbrennen, aber es auf Dauer darauf hinausläuft, dass man diese Pillen ständig nehmen muss. Sobald man sie nämlich absetzt, kommen auch die Pfunde zurück. Dazu kommt, dass man auch noch einen ziemlichen Heißhunger bekommt. Zumindest war das bei mir der Fall.

Plötzlich hatte ich Appetit auf die unmöglichsten Sachen und aß mehr als je zuvor. Auch Entschlackungskuren und Entwässerungstees waren in meinem Fall nicht die besten Mittel der Wahl. Das Gewicht, das man dadurch abnimmt ist tatsächlich nur Flüssigkeit. Mir erschien es also wichtig zu ergründen, was meine Gewichtszunahme verursacht hat.

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Die Ernährung umstellen

Ich fand heraus, dass es bei mir nicht unbedingt die fettigen Lebensmittel sind, die meine Gewichtszunahme herbeiführten. Es gibt ja solche und solche Fette. Und einige sind sogar wichtig für die Energiezufuhr des Körpers. Meine „Feinde“ waren schlichtweg die Kohlenhydrate. Ich informierte mich umfassend über die sogenannte Low-Carb Ernährung und fand heraus, wie sich diese Art der Ernährung positiv auf meinen gesamten Stoffwechsel auswirken kann. Ich recherchierte, ob es zu Mangelerscheinungen kommen könnte, wenn man dauerhaft auf Kohlenhydrate verzichtet und startete den Selbstversuch. Im Internet fand ich eine Stoffwechseldiät, die den Start in eine kohlenhydratarme Ernährung erleichtern sollte. Mir war es wichtig, keine aufwendigen Gerichte kochen zu müssen und Speisen zu mir zu nehmen, die sich leicht zubereiten lassen und die doch schmecken und dabei satt machen.

Bei vielen Lebensmitteln stand der Zusatz: „In beliebiger Menge“ dahinter. Das hat mich direkt angesprochen, denn es gibt nichts Schlimmeres, als bei einer Diät zu hungern. Im Hinterkopf überlegt man sich ständig, wie man vielleicht doch etwas tricksen könnte, um das Hungergefühl auszuschalten. Diäten bei denen man hungert, führen über kurz oder lang bei vielen Betroffenen zu unkontrollierten Fressattacken, die unweigerlich im Jo-Jo-Effekt enden.

Die Stoffwechseldiät bestand zu einem großen Teil aus Fleisch oder Fisch, kombiniert mit leckeren Salaten oder Gemüsebeilagen. Produkte aus Kohlenhydraten, wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln waren hier nicht zu finden. Lediglich am Morgen war ein Brötchen erlaubt. Ich stellte schnell fest, dass ich abnahm ohne Hunger zu haben, da ich ja die Menge nach Wunsch dosieren konnte. Weiter bemerkte ich, dass ich nach dem Essen nicht das übliche Völlegefühl hatte. Ich war angenehm satt.

Was bewirken Kohlenhydrate?

Kohlenhydrate dienen dem Körper als Energielieferant. Gleichzeitig bewirken sie allerdings einen Anstieg des körpereigenen Blutzuckerspiegels.

Das Hormon Insulin wird hierbei vermehrt ausgeschüttet, was die Zellen zwar mit Nährstoffen versorgt aber leider auch für unliebsame Fetteinlagerungen sorgt. In Gegensatz zu Proteinen, halten die durch die Kohlenhydrate zu sich genommenen Energiereserven nicht lange vor. Isst man hingegen viele Proteine ist der Körper vergleichbar mit einem Kamin, der mit Holz oder Kohle befeuert wird. Die Ernährung mit Kohlenhydraten gleicht einer Befeuerung mit Papier. Die umgesetzte Energie ist schnell verpufft. Aus medizinischer Sicht ist es weitgehend unbedenklich, gänzlich auf Kohlenhydrate zu verzichten ohne Mangelerscheinungen befürchten zu müssen. Es ist sogar belegt, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate oder eine Reduzierung der Aufnahme, Heißhungerattacken und Mattigkeit entgegenwirken kann.